Betrieb­li­che Kin­der­be­treu­ung — Mög­lich­kei­ten & Vorteile
Betrieb­li­che Kinderbetreuung
Betrieb­li­che Kinderbetreuung

Eines von vie­len The­men, mit denen sich Unter­neh­men und Mit­ar­bei­ter heu­te mehr und mehr aus­ein­an­der­set­zen müs­sen, ist die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf. Betrieb­li­che Kin­der­be­treu­ung wird des­halb immer popu­lä­rer. Sel­ten war es schwie­ri­ger die beruf­li­chen Anfor­de­run­gen der Gegen­wart mit der eige­nen Fami­li­en­pla­nung unter einen Hut zu brin­gen. Nicht umsonst steigt das Durch­schnitts­al­ter der Frau­en bei der Geburt ihres ers­ten Kin­des seit Jah­ren dras­tisch an. Ins­be­son­de­re Frau­en haben es lei­der enorm schwer, Kar­rie­re und Fami­lie mit­ein­an­der zu vereinbaren.

Besteht Bedarf im eige­nen Unternehmen?

Besteht Bedarf?

Besteht Bedarf?

Neben der grund­le­gen­den Fra­ge: „Kann ich mir eine Aus­zeit vom Beruf leis­ten?“ ist es vor allem die Sor­ge um den beruf­li­chen Wie­der­ein­stieg, die vie­len Eltern Angst macht. So wird die Ent­schei­dung für ein Kind häu­fig hin­ten angestellt.

Dabei müss­te das nicht so sein. Längst haben vie­le Fir­men erkannt, dass Eltern der Wie­der­ein­stieg in den Beruf und das danach fol­gen­de Arbeits­le­ben deut­lich erleich­tert wer­den kann: Die Ein­rich­tung von fir­men­in­ter­nen Betreu­ungs­an­ge­bo­ten wird immer häu­fi­ger. 2013/2014 waren bereits 1,2 Pro­zent aller Kin­der­gär­ten inner­halb Deutsch­lands betriebs­ei­ge­ne Kin­der­gär­ten – Ten­denz rasant steigend.

Natür­lich ist es löb­lich, sich dem fami­li­en­freund­li­chen Trend anzu­schlie­ßen. Es gilt jedoch erst ein­mal abzu­klä­ren, ob im eige­nen Unter­neh­men über­haupt eine Kin­der­be­treu­ung benö­tigt wird. Hier­für ist es sinn­voll, eini­ge Fra­gen gemein­sam mit den Mit­ar­bei­tern abzu­klä­ren. Je nach Unter­neh­mens­grö­ße kann das im direk­ten Kon­takt oder durch eine schrift­li­che Umfra­ge geschehen.

Wie viel Inter­es­se besteht allgemein?

Wo bestehen Betreu­ungs­lü­cken / Was kön­nen vor­han­de­ne Ein­rich­tun­gen nicht abdecken?

Wel­che Alters­stu­fen benö­ti­gen Betreuung?

Aus wel­chen Gemein­den stam­men betrof­fe­ne Mit­ar­bei­ter? Wie ist die Betreu­ungs­la­ge dort?

Wie wird sich der Bedarf in naher Zukunft entwickeln?

Gibt es bereits Koope­ra­ti­ons­part­ner, wie ande­re Fir­men, regio­na­le Tages­müt­ter oder Kin­der­gär­ten die bereits Inter­es­se an einer Zusam­men­ar­beit haben?

Meist han­delt es sich bei den Unter­neh­men mit hoher posi­ti­ver Rück­mel­dung auf die Fra­ge „besteht Bedarf?“ um Fir­men mit sehr unkon­ven­tio­nel­len Arbeits­zei­ten. Sel­ten kön­nen die­se durch übli­che Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen oder Tages­müt­ter abge­deckt wer­den. Beson­ders Kli­ni­ken, Pro­duk­ti­ons­stät­ten mit Mehr­­schicht-Sys­­tem oder gro­ße Indus­trie­kon­zer­ne sind hier­von betroffen.

Wel­che Mög­lich­kei­ten der Betreu­ung gibt es?

Fir­men­in­ter­ne Kinderbetreuungsformen

Betrieb­li­che Kin­der­be­treu­ung – ein Segen für die Mitarbeiter

Kin­der­be­treu­ung — Vor­tei­le für Mitarbeiter

Vor­tei­le für Mitarbeiter

Die Kin­der im eige­nen Unter­neh­men betreu­en zu kön­nen, bringt dem Arbeit­neh­mer natür­lich zahl­rei­che Vorteile:

Moti­va­ti­on / Zufriedenheit

Ein fami­li­en­freund­li­cher Arbeit­ge­ber sorgt ins­be­son­de­re bei Eltern für eine deut­lich ent­spann­te­re Arbeits­ath­mo­sphä­re. Die Moti­va­ti­on sich beruf­lich für einen Arbeit­ge­ber zu enga­gie­ren, dem die eige­nen fami­liä­ren Inter­es­sen am Her­zen liegt steigt durch die Ein­rich­tung der ver­schie­de­nen Betreu­ungs­mög­lich­kei­ten enorm.

gerin­ge­re Fehlzeiten

Durch den Auf­bau eines fir­men­ei­ge­nen Betreu­ungs­net­zes kommt es zu deut­lich weni­ger Fehlzeiten.

Stress­ver­min­de­rung

Der Arbeit­ge­ber nimmt Eltern mit dem Bereit­stel­len dive­ser Betreu­ungs­mög­lich­kei­ten zahl­rei­che Sor­gen bei­spiels­wei­se im Fal­le des Aus­falls eige­ner Betreu­ungs­per­so­nen oder bezüg­lich der Urlaubs­pla­nung ab. Gera­de das Ange­bot an direk­ter Betreu­ung in fir­men­ei­ge­nen Räum­lich­kei­ten birgt zudem den Vor­teil einen stress­freie­ren All­tag zu ermöglichen.

Mehr Zeit mit der Familie

Ein beson­de­res High­light durch die Betreu­ung in der eige­nen Fir­ma, sind die Mög­lich­kei­ten als Fami­lie auch wäh­rend der Arbeits­zeit, bei­spiels­wei­se in Pau­sen, gemein­sa­me Fami­li­en­zeit zu verbringen.

Auch der Arbeit­ge­ber pro­fi­tiert von fir­men­in­ter­nen Betreuungsangeboten

Arbei­t­­ge­­ber-Vor­­­tei­­le fir­men­in­ter­ner Betreuungsangebote

Vor­tei­le für den Arbeitgeber

Nicht nur die eige­nen Mit­ar­bei­ter schät­zen die Mög­lich­keit, ihre Kin­der in der eige­nen Fir­ma betreut zu wis­sen. Auch für den Arbeit­ge­ber birgt das zur Ver­fü­gung stel­len einer Betreu­ung vie­le Vorteile:

fle­xi­ble­re Mitarbeiter

Gera­de in Unter­neh­men, bei denen die Arbeits­zei­ten eher unkon­ven­tio­nell aus­fal­len, ist es schwer geeig­ne­tes Per­so­nal zu fin­den. Bie­tet der Arbeit­ge­ber jedoch auch Eltern­tei­len mit Kin­dern die Mög­lich­keit die­ser Arbeit nach­zu­ge­hen, steigt die Aus­wahl mög­li­cher Arbeits­kräf­te enorm. Hat das Unter­neh­men eige­ne Räum­lich­kei­ten zur Kin­der­be­treu­ung haben Fir­men zudem die Mög­lich­kei­ten Ter­mi­ne wie Wei­ter­bil­dun­gen, Schu­lun­gen oder Mee­tings auch außer­halb der Regel­ar­beits­zei­ten mit hoher Teil­neh­mer­zahl zu veranstalten.

Kos­ten steu­er­lich absetzbar

Natür­lich stellt ein Betreu­ungs­an­ge­bot immer auch einen Kos­ten­fak­tor dar. Die­se Kos­ten kön­nen jedoch vom Unter­neh­men zu 100 % steu­er­lich abge­setzt werden.

Kür­ze­re Aus­zei­ten durch Elternzeit

Mit­ar­bei­ter, denen durch das eige­ne Unter­neh­men der Wie­der­ein­stieg in den Berufs­all­tag durch eine fir­men­ei­ge­ne, fle­xi­ble Betreu­ungs­mög­lich­keit erleich­tert wird, fin­den schnel­ler wie­der zurück in das akti­ve Berufs­le­ben. Unter­neh­men pro­fi­tie­ren von erfah­re­nen Mit­ar­bei­tern, die auf­grund kur­zer Aus­zei­ten noch immer auf dem aktu­ells­ten Stand sind.

Außen­wir­kung

Ein nicht zu ver­ach­ten­der posi­ti­ver Aspekt durch das Ange­bot an Kin­der­be­treu­ung ist die posi­ti­ve Außen­wir­kung des Unter­neh­mens. Allein das Vor­han­den­sein einer Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung schenkt einer Fir­ma einen hohen Ein­druck von Fami­li­en­freund­lich­keit. So sind die­se Unter­neh­men im All­ge­mei­nen vor allem für Frau­en (auch ohne bis­he­ri­gen Kin­der­wunsch) deut­lich attrak­ti­ver, als Arbeit­ge­ber ohne Kinderbetreuung.

Hemm­schwel­le Auf­wand & Kosten

Kei­ne Fra­ge, das Füh­ren einer betrieb­li­chen Kin­der­be­treu­ung ver­ur­sacht Kos­ten. Die­se kön­nen zwar zum Teil auf die Mit­ar­bei­ter umge­la­gert wer­den, jedoch bringt eine sol­che Ein­rich­tung immer einen finan­zi­el­len und meist auch per­so­nel­len Mehr­auf­wand mit sich. Ob die­ser sich lohnt ist oft eine Fra­ge der Unter­neh­mens­grö­ße und des ganz spe­zi­el­len Bedarfs.

Bera­tung zu allen finan­zi­el­len oder orga­ni­sa­to­ri­schen Fra­gen bezüg­lich einer Kin­der­be­treu­ung in der eige­nen Fir­ma erhal­ten sie vom ört­li­chen Jugend­amt. Pro­fes­sio­nel­le Trä­ger der Jugend­hil­fe hel­fen Ihnen begin­nend bei den ers­ten Über­le­gun­gen, bis hin zur Eröff­nung Ihrer Einrichtung.

was kostet betriebliche Kinderbetreuung?

Die Ser­vice­stel­le „betrieb­li­che Kin­der­be­treu­ung“ des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Fami­lie, Senio­ren, Frau­en und Jugend berät zudem unter der Tele­fon­num­mer 0800 / 0000945 über die diver­sen Mög­lich­kei­ten in Punk­to betrieb­li­cher Kinderbetreuung.

Alter­na­ti­ven zu betrieb­li­cher Kinderbetreuung

Alter­na­ti­ven zur Kinderbetreuung

Alter­na­ti­ven

Unter­neh­men haben jedoch auch ohne eine eige­ne Kin­der­be­treu­ung im Unter­neh­men die Mög­lich­keit, sich in die Betreu­ungs­si­tua­ti­on der Mit­ar­bei­ter ein­zu­brin­gen. Ent­schei­den Sie sich als Fir­ma also gegen den Auf­bau eines inter­nen Betreu­ungs­sys­tems, so kön­nen Arbeit­ge­ber sich den­noch fami­li­en­freund­lich zeigen:

  • Sie kön­nen soge­nann­te Beleg­plät­ze (reser­vier­te Plät­ze für Mit­ar­bei­ter) in ört­li­chen Betreu­ungs­ein­rich­tun­gen schaf­fen. Als Gegen­leis­tung wird je nach Nach­fra­ge meist nur eine klei­ne finan­zi­el­le För­de­rung gewünscht, die steu­er­lich absetz­bar ist
  • Sie kön­nen durch Abspra­che oder Bezu­schus­sung regio­na­ler Kin­der­be­treu­ungs­ein­rich­tun­gen evtl. Betreu­ungs­zei­ten verlängern
  • Sie kön­nen die Eltern durch einen Kin­der­be­treu­ungs­zu­schuss finan­zi­ell unter­stüt­zen (die­ser darf maxi­mal in Höhe der tat­säch­li­chen Betreu­ungs­kos­ten gewährt wer­den und ist bei Kin­dern unter 6 Jah­ren frei von Steu­er- und Sozialabgaben)
  • Sie kön­nen bei der Suche nach geeig­ne­ten Betreu­ungs­mög­lich­kei­ten hel­fen, bei­spiels­wei­se durch das zur Bereit­stel­len von Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al oder spe­zi­el­le Bera­tung durch die Personalabteilung

Quel­le: Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Fami­lie, Senio­ren, Frau­en und Jugend | 11018 Ber­lin | www.bmfsfj.de

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